Longboard Helme

Genauso wie Knieschoner und Schutzhandschuhe, gehört auch der Longboard Helm zur Standardausrüstung für eine sichere Fahrt auf dem Brett – egal, ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi.

 

Sind Longboard Helme wirklich so wichtig?

Longboard HelmNicht selten sieht man Longboard-Fahrer ohne Schutzhelm herum fahren. Heutzutage wird Schutzausrüstung wie Helme, Knieschoner oder ähnliches als „uncool“ angesehen. In den 70er Jahren trug jeder einen Helm ohne sich dafür schämen zu müssen. Doch als die Vereinigten Staaten plötzlich die Helmpflicht einführten, beschlossen einige Fahrer sich diesem Gesetz zu entziehen und so entstand die heutige Einstellung zu Longboard Helmen. Doch ist es wirklich so „out“ seinen Körper zu schützen? Vor allem, wenn es sich um so ein wichtiges Körperteil wie den Kopf handelt? Jeder fällt ab und zu mal vom Board, das ist ganz normal. Überwiegend Anfänger, die noch nicht sicher auf dem Longboard stehen, verletzen sich häufig bei Stürzen. Für diese ist ein Longboard Helm also sehr wichtig. Doch auch für Profis ist dieser unverzichtbar, denn auch Profi-Longboarder machen Fehler und können sich bei Stunts und hohen Geschwindigkeiten schwer verletzen.

Als Sportler oder auch als gewöhnlicher Fahrer stellt man eine Vorbildfunktion für Fans, andere Skater oder jüngere Geschwister etc. dar. Insofern beeinflusst man somit auch viele Andere und schützt nicht nur sich selbst mit einem Helm.
Es ist also sehr empfehlenswert Longboard Helme zu verwenden, insbesondere, wenn man bei hohen Geschwindigkeiten fährt, etwas Neues versucht, sich auf dem Board noch nicht ganz sicher fühlt oder Stunts ausführt.

 

Longboard Helme – den richtigen Helm finden

Bei Longboard Helmen gibt es viele verschiedene Designs und Größen für diverse Einsatzgebiete bzw. Fahrtechniken. Hierbei sollten keine Kosten gespart werden und es sollte auf eine gute Qualität des Helmes geachtet werden.

Im Bereich der Größen erstrecken sich diese – wie auch bei Kleidung – von S bis zu XXXL. Diese Größenmessungen lassen sich meist mit dem Kopfumfang des Fahrers festlegen. Es ist äußerst wichtig, dass der Helm sicher sitzt. Ein fest sitzender Longboard Helm sollte bei offenem Kinngurt beim Kopfschütteln nicht wackeln. Bei vielen Modellen besteht hier die Möglichkeit – mittels Regler – nochmals eine Feinjustierung vorzunehmen, was einen perfekten Sitz ermöglicht.

Was das Design betrifft, gibt es beispielsweise Downhill Helme, die aufgrund der bei dieser Fahrtechnik entstehenden Höchstgeschwindigkeiten, sehr stabil gebaut sind und den Kopf somit gut schützen. Sie besitzen meist eine ähnliche Form wie Rennradhelme und bestehen aus hochwertigem Material.
Dieser Helm eignet sich selbstverständlich auch für andere Fahrstile.

Gewöhnliche Longboard Helme eignen sich hingegen nicht für das riskante Downhill-Fahren, da sie hierfür nicht genug Schutz bieten. Für diesen Zweck sollte man lieber zu speziellen Downhill Helmen oder zu Fullface-Helmen greifen.
Der sogenannte BMX-Helm eignet sich ebenfalls nicht für das Downhill fahren. Ursprünglich wurde der BMX-Helm für das BMX-Fahren verwendet, doch für das gewöhnliche Longboarden kann er ebenfalls genutzt werden.

Für die richtige Auswahl des Longboard Helmes sollte man auch auf andere Komponenten achten. Falls man beispielsweise überwiegend im Sommer fährt, sind Lüftungslöcher durchaus von Vorteil. Diese sorgen für eine gute Luftzirkulation, wodurch man immer einen kühlen Kopf bewahrt.
Wer gerne Stunts auf der Halfpipe macht, sollte auf einen rundum Schutz und ein dickes Material am Hinterkopf achten. Hierfür sind beispielsweise sogenannte Allrounder Helme bestens geeignet.

 

Eignet sich ein Fahrradhelm zum Longboarden?

Ein Fahrradhelm ist natürlich die simpelste Variante sich beim Longboard-Fahren zu schützen, doch bietet dieser Helm auch genug Schutz für diesen riskanten Sport?
Nein, dies tut er in vielen Fällen nicht! Fahrradhelme sind darauf ausgelegt den Kopf vor allem im vorderen Bereich zu schützen, da ein Fahrradfahrer bei einem Unfall meist nach vorne fällt. Doch beim Longboarden, stürzt der Fahrer meist nach hinten, weshalb der Schutz am Hinterkopf extrem wichtig ist. Ein Fahrradhelm bietet in diesem Fall also leider nicht genügend Sicherheit für den Fahrer, weshalb man lieber zu den speziellen Longboard Helmen greifen sollte.

Ribcap statt Longboard Helm?

Wie bereits oben erwähnt, werden Longboard Helme meist nicht besonders gerne getragen. Eine Helm-Alternative wie das sogenannte Ribcap wird hier bevorzugt. Hierbei handelt es sich um eine Sicherheitsmütze für Skater. Der „Mützenhelm“ aus der Schweiz sieht optisch aus wie eine gewöhnliche Wollmütze, doch im Inneren befinden sich eingenähte viskoelastische Protektoren. Dieses Material ist im normalen Zustand ein weicher Stoff, doch bei einem harten Aufprall nehmen diese Pads die Aufprallenergie auf und verhärten sich binnen von Sekunden. Auf diese Weise soll der Kopf geschützt werden und Kopftraumas sollen vorgebeugt werden.
Allerdings stellt diese stylische Erfindung dennoch keinen Ersatz für Longboard Helme dar, da sie einfach nicht genügend Schutz bietet.

 

Video – I Love Helmets

 

Fazit Longboard Helm
Für Longboarder ist ein Helm ein unverzichtbarer Schutz und gehört deshalb immer zur Standardausrüstung – egal für wie erfahren und talentiert man sich in diesem Sport auch hält. Denn nur mit dem richtigen Schutz verpasst man sich die nötige Sicherheit um letztendlich sein volles Potential auszuschöpfen.