Longboard für Kinder

Longboard für KinderEin Longboard für Kinder – alleine bei der bloßen Vorstellung stellen sich bei vielen Eltern bereits die Nackenhaare auf. Viel zu gefährlich, du bist noch viel zu klein usw. – die Gegenargumente sind groß… doch sind sie auch berechtigt? Wir klären auf:

Longboards liegen aktuell voll im Trend und überall sieht man Jugendliche, die nicht nur entspannt durch die Gegend cruisen, sondern auch ausgefallene Turns mit ihren Boards hinlegen. Kein Wunder also, dass auch immer mehr Kinder mit dieser hippen Sportart beginnen wollen.

Dies sollten Eltern unbedingt unterstützen, denn gerade im heutigen Zeitalter von Internet und einem schier endlosen Angebot an Computer- und Handyspielen sind die meisten Kinder viel zu wenig im Freien. Nicht selten ist die dadurch fehlende Bewegung Grund für Übergewicht, gesundheitliche Probleme oder Konzentrationsschwierigkeiten.
Ideal also, wenn der Sprößling sich ein Kinder-Longboard wünscht. Denn diese Sportart macht nicht nur Spaß und bietet den Kids die Möglichkeit, ihren natürlichen Bewegungsdrang zu stillen, sondern sie trainiert auch den kompletten Körper.
Und wie bei jeder Sportart gilt auch hier: früh übt sich! Denn Kindern fällt es meist leicht etwas Neues zu lernen – sie sind von Natur aus neugierig, wollen verschiedenes ausprobieren und haben keine Angst vor Unbekanntem.

 

Longboards für Kinder – gesundheitliche Vorteile

Während viele Sportarten nur bestimmte Körperregionen des Kindes trainieren, wird beim Longboarden der ganze Körper beansprucht: Während das ständige „Anschubsen“ (Pushen) Bein- und Gesäßmuskulatur trainiert, bedarf es einiges an Körperspannung und Balance um auf dem Kinder-Longboard auch einen sicheren Stand zu haben. Und auch während der Fahrt müssen bestimmte Positionen immer wieder bewusst gehalten werden, wodurch die Kleinen nicht nur lernen ihren Körper zu koordinieren und sich zu konzentrieren, sondern auch ihre Muskulatur stärken. Dies beugt häufigen Haltungsschäden vor und trainiert die Motorik des Kindes.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Longboarden fast immer im Freien – abseits von verkehrsreichen Straßen – stattfindet. Somit atmet das Kind frische Luft, was nicht nur zu einem besseren Sauerstoffgehalt im Blut führt, sondern auch das Immunsystem stärkt.
Und das Wichtigste: Bei all dem Training kommt auch der Fun-Faktor beim Longboarden nicht zu kurz und dank der unterschiedlichsten Fahrstile und Moves wird es niemals langweilig!

Neben den gesundheitlichen Aspekten bietet das Longboarden für Kinder noch weitere positive Seiten. Haben die Kleinen die ersten erfolgreichen Fahrversuche auf dem Kinder-Longboard erst einmal geschafft, strotzen sie nur so vor Selbstbewusstsein! Und wenn sie stolz mit ihrem Board durch den Park cruisen wird es bestimmt nicht lange dauern, bis sie Anschluss finden.

Kinder-Longboards sorgen für ein gesundes spielerisches Training

  • Krafttraining für den ganzen Körper
  • Herz-und Kreislauf-Training
  • Ausdauer-Training
  • fördert Beweglichkeit und Motorik
  • fördert Geduld und Konzentrationsfähigkeit
  • fördert das Selbstbewußtsein

 

Longboard für Kinder – darauf sollte man achten

Wer sich nun entschieden hat, seinem Nachwuchs den Wunsch nach einem Kinder-Longboard zu erfüllen sollte Einiges beachten. Denn vor allem Eltern, die selbst noch nie auf einem Brett gestanden haben, tun sich beim Kauf häufig schwer. Oft ist es einfacher – gerade, wenn man mit der Materie nicht vertraut ist – ein bereits komplett fertig montiertes Kinder-Longboards zu kaufen, als selbst ein Brett zusammenzustellen. Diese Komplettboards haben den Vorteil, dass alle Komponenten gut aufeinander abgestimmt sind.

Prinzipiell sollte ein Longboard für Kinder folgende Eigenschaften haben:

  • wie alle Boards muss auch das Kinder-Longboard auf das Gewicht der Kleinen abgestimmt sein (passende Flex-Stufe)
  • ein breiteres Deck sorgt für einen sicheren Stand und mehr Stabilität
  • niedriges Drop-Through-Deck
  • ein Kick Tail am Deck erleichtert das Lenken
  • weiche Rollen mit einem Durchmesser von bis zu 70 mm sorgen für eine leicht kontrollierbare Beschleunigung
  • das Board sollte nicht zu schwer sein, damit das Kind es problemlos auch mal tragen könnte

 

Longboard für Kinder selbst zusammenstellen

Wer kein Komplettboard kaufen möchte hat auch die Möglichkeit selbst ein Kinder-Longboard zusammenzustellen. Dies bietet den Vorteil, dass alle Bauteile speziell auf die Bedürfnisse des Kindes ausgerichtet werden können. Möchte das Kind beispielsweise verschiedene Fahrtechniken ausprobieren, kann man einfach das Deck auswechseln. Allerdings sollte bei einer selbständigen Longboard-Zusammenstellung bereits ein wenig Grundwissen vorhanden sein, da alle Komponenten miteinander harmonieren müssen.

Longboard für Kinder – passendes Deck

Für Kinder-Longboards empfiehlt sich vor allem ein etwas breiteres, niedriges Drop-Through-Deck. Bei dieser Montageform liegt das Deck (durch von oben montierte Achsen) näher an der Straße und hat einen niedrigeren Schwerpunkt, was mehr Stabilität bietet und das Antreiben erleichtert. Die zusätzliche Breite ermöglicht dem Kind – gerade bei den ersten Fahrversuchen – einen besseren Stand.

Meist werden Decks in drei Flex-Stufen angeboten. Diese geben an, wie flexibel ein Brett ist, bzw. wie sehr es bei Belastung nachgibt. Je nach Hersteller können die Gewichtsangaben der einzelnen Flex-Stufen variieren, daher sollten auf jeden Fall die Angaben des jeweiligen Herstellers beachtet werden. Grundsätzlich gilt jedoch: Je leichter das Kind ist, desto höher die Flex-Stufe des Longboards (Flex 1 ist in der Regel für Erwachsene).

Flex-Stufen im Überblick (grobe Orientierungshilfe):
Flex 1: ca. 70 bis 120 kg (kaum biegsam)
Flex 2: ca. 60 bis 90 kg (wenig biegsam)
Flex 3: ca. 35 bis 75 kg (biegsam)
(Quelle: https://www.longboardtests.com/longboard-fuer-kinder-tipps/)

Passende Rollen für Kinder-Longboards

Die Rollen bestimmen das Fahrgefühl eines Boards. Dabei muss man sowohl den passenden Durchmesser, als auch die richtige Härte der Wheels wählen. Kleinere Rollen beschleunigen schneller und einfacher als größere, halten die Geschwindigkeit jedoch nicht so lange. Bei Longboards für Kinder sind vor allem Rollen mit einem Durchmesser von bis zu 70 mm empfehlenswert.
Beim Härtegrad sollte auf weiche Rollen (78A) zurückgegriffen werden. Diese besitzen eine gute Bodenhaftung und gleichen kleine Untergrundunebenheiten aus.

 

Longboard für Kinder – Sicherheit geht vor

Kinder Longboards - Sicherheit geht vorAuch beim Longboard fahren besteht – wie bei allen Sportarten – ein gewisses Verletzungsrisiko und gerade in der Anfangszeit kommt es immer wieder zu kleineren Unfällen. Das Kind wird übermütig und überschätzt sich oder es ist kurz abgelenkt und schon kommt es zum Sturz. Daher sollten Eltern von Anfang an konsequent auf das Tragen einer passenden Schutzausrüstung bestehen! Hierzu gehört auf jeden Fall ein gut sitzender Helm, Handgelenkschoner sowie Ellenbogen- und Knieschoner. Zusätzlichen Schutz können auch Rückenprotektoren bieten.

Einige Verhaltensregeln helfen, das Unfallrisiko beim Longboarden so gering wie möglich zu halten. Je nach Alter sollten diese Regeln mit dem Kind besprochen werden – nur so ist ein sicheres und entspanntes Longboarden möglich.

Empfohlene Verhaltenstipps:

  • Schutzausrüstung beim Longboard Fahren ist Pflicht!
  • nur auf verkehrsfreien Wegen / Straßen fahren; stets auf Verkehr, Fahrradfahrer und Fußgänger achten
  • feste Schuhe und bei Dämmerung helle Kleidung tragen
  • Vorsicht auf nassen oder laubbedeckten Straßen
  • wenn möglich – nicht alleine fahren
  • mit den Fahrkünsten nicht übertreiben – erst mal langsam mit dem Kinder-Longboard starten
  • Handys niemals während der Fahrt nutzen

 

Ein Longboard für Kinder kaufen

Eltern, die ihrem Sprössling ein Longboard für Kinder kaufen möchten, machen dies häufig ohne groß darüber nachzudenken – dies kann aber schnell auf Kosten der Sicherheit gehen.
Generell sind diese Kinder-Longboards günstiger als die großen Boards, dennoch sollte man auch hier etwas tiefer in die Tasche greifen und lieber auf Qualität setzen.
Mit einem minderwertigen Longboard wird das Kind nicht nur schnell die Lust verlieren, sondern auch die Verletzungsgefahr ist hier deutlich höher. Letzteres liegt daran, dass diese Boards aus billigen Komponenten bestehen, die zusätzlich überhaupt nicht aufeinander abgestimmt wurden. Die Folge ist, dass solch ein Kinder-Longboard sehr instabil und somit schwer zu beherrschen ist.
Hier sollte wirklich nicht am falschen Ende gespart werden, schließlich geht es um die Gesundheit des eigenen Kindes.

 

Fazit
Longboarden ist ein Sport nicht nur für die Älteren, deshalb gibt es für die Kleinen auch spezielle Longboards für Kinder. Neben dem enormen Spaß-Faktor bringen diese Kinder-Longboards vor allem aber der Gesundheit etwas. Mit ihnen lernen die Kinder u.a. spielerisch ihren Körper zu koordinieren, ihr Skelett und ihre Muskulatur zu stärken, ihre Haltung zu verbessern und sich zu konzentrieren. Zusammengefasst lässt sich somit sagen, dass Longboarden die perfekte Möglichkeit bietet, den natürlichen Bewegungsdrang und somit einen gesunden Lebensstil von Kindern zu fördern.

 

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