Die Basics des Longboardens

Jeder Anfänger muss sich zuerst mit den Basics des Longboardens, also den Longboard-Grundlagen vertraut machen, denn darauf baut schließlich alles weitere auf.

die Basics des LongboardensZu den Basics des Longboarden gehören:

  • Stance – Stellung auf dem Longboard
  • Pushen – Antreten / Abstoßen
  • Pumpen – Antreiben ohne sich vom Boden abzustoßen
  • Footbrake – Bremstechnik
  • Carven – Bremstechnik

 

Longboard-Grundlagen

Stance:

Unter Stance versteht man die Stellung der Füße auf dem Brett. Hier unterscheidet man hauptsächlich zwischen zwei Basic-Stances: Regular und Goofy.
Regular bedeutet hierbei, dass während dem Rollen das linke Bein vorne auf dem Brett steht. Dagegen steht beim Goofy das rechte Bein vorn. Hier gibt es im Grunde kein richtig und falsch, es zählt nur, dass man sich wohl und sicher fühlt.

Für beide Varianten ist es wichtig, das Hauptgewicht auf den vorderen Fuß zu verlagern, der immer ca. 45 Grad zur Fahrtrichtung zeigen sollte. Diese Gewichtsverlagerung bewirkt einen ruhigen Lauf. Auch der Umstand, dass hierbei über die Vorderachse gelenkt wird, bringt mehr Kontrolle mit sich.

Während der Fahrt sollte der Oberkörper immer locker und entspannt sein, um so beweglich zu bleiben. Da man generell dahin fährt wo man man hinschaut, blickt man in die gewünschte Fahrtrichtung und dreht dabei die Schultern mit – das Board wird einem folgen.

Kurven

Natürlich gehören auch die Kurvenfahrten zu den Basics des Longboardens. Diese können gefahren oder aber auch geslidet werden. Je nachdem wie man so eine Kurve nimmt unterscheidet man hier zwischen Heel- und Toeside.

Heelside Kurve: Gewicht wird auf die Fersenkante verlagert.
Toeside Kurve: Gewicht wird auf die Zehenkante verlagert.

Ein Beispiel: Wenn man Regular fährt,verlagert man sein Gewicht bei einer Linkskurve auf die Fersen (Heelside Kurve) und bei einer Rechtskurve auf die Brettseite der Zehen (Toeside Kurve). Beim Goofy ist es dementsprechend andersrum

Tuck

So nennt man eine möglichst windschnittige Haltung auf dem Longboard (Rennposition). Diese wird besonders beim Downhill und Freeride benötigt um besonders lange und schnell zu fahren.

Beim sogenannten Tuck stellt man das vordere Bein ca. 45° zur Fahrtrichtung, legt das Hauptgewicht darauf und dreht die Schultern in Fahrtrichtung. Der Oberkörper wird dabei weit nach vorne gelehnt, der hintere Fuß steht auf dem Fußballen (neben der Toeside-Kante des Boardes) und das hintere Knie wird eingeknickt und hinter dem vorderen Bein versteckt. Die Arme werden beim Tuck eng am Körper gehalten.


Richtig pushen auf dem Longboard

Pushen ist die erste Technik die man lernen muss um mit dem Longboard überhaupt erst in Fahrt zu kommen. Dabei kann man die Bewegungen durchaus mit dem Treten beim Tretroller vergleichen.
Für die richtige Position beim Pushen wird der Standfuß in Fahrrichtung direkt hinter der Vorderachse auf dem Longboard platziert. Während man nun mit dem Pushbein einige Tretbewegungen ausführt, ist der Oberkörper leicht nach vorne geneigt, was ein besseres Gleichgewicht mit sich bringt. Nach gewünschter Geschwindigkeit werden schließlich beide Füße auf das Brett gestellt, wobei man dann auch die Fußposition verändert, indem man beide Füße quer zur Fahrtrichtung stellt. Diese Position begünstigt das Steuern (Lenken) des Boardes mittels Gewichtsverlagerung.

Mongo-Pushen: Richtig gepusht beim Longboard wird ausschließlich mit dem hinteren Fuß! Wer mit dem vorderen Fuß pusht, pusht mongo (Skater-Jargon), was in dieser Szene etwas verpönt ist. Mongo-Pushen ist nicht nur unnötig schwer, es geht auch auf Kosten der Stabilität.


Pumpen

Das sogenannte Pumpen ist eine Technik, wodurch man sein Longboard nur durch eine Slalombewegung (ohne Pushen) antreibt. Hierbei wird das Board ausschließlich durch Be- und Entlastung, mittels durch Bewegung des Oberkörpers und der Hüfte in Form von Schlangenlinien fahren vorwärts getrieben.
Zum Pumpen benötigt man ein bewegliches Longboard mit einer möglichst flexiblen Vorderachse.
Einsatz findet diese Fahrtechnik beim Slalom als Sprint und beim LDP (Long Distance Pumping) als Ausdauervariante.

Durch Pumpen lässt sich kurzfristig ein Topspeed von weit über 30 km/h erreichen. Auf langen Distanzen (50–100 km) liegt die Durchschnittsgeschwindigkeiten hier bei rund 20 km/h.


Footbrake

Die klassische Footbrake (Fußbremse) gehört definitiv zu den Basics des Longboardens. Hierbei wird schlicht und einfach mit der Schuhsohle gebremst.
Für diese Technik dreht man den vorderen Fuß zur Fahrtrichtung und verlagert sein Gewicht darauf. Dann setzt man den hinteren Fuß vorsichtig – zuerst mit der Ferse dann komplett – auf den Boden auf. Nun schleift man sozusagen mit der Fußsohle über den Asphalt, mit der man – je nach Druck – die Bremskraft dosieren kann.Wichtig bei der Fußbremse ist es, den Bremsfuß nicht zu fest auf der Straße aufzusetzen, da dies sonst unweigerlich zum Abwurf führt.


Carven

Wie beim Snowboarden gehört auch beim Longboarden das Carven zu den Grundbewegungen. Beim Carven geht es vor allem darum Geschwindigkeit abzubauen in dem man enge Kurven fährt. Aber man kann mit einem Board auch sogenannte Schwünge fahren, in der man Bewegungsenergie gewinnt um das Board so auch zu beschleunigen.
Für diese Technik steht man mit den Füßen etwa Schulterbreit auf dem Brett, während man mit einer angemessenen Geschwindigkeit beginnt Kurven zu fahren. Diese sollten allerdings so genommen werden, dass während des Einlenkens das meiste Gewicht auf den Vorderfuß verlagert wird und dabei die Knie leicht gebeugt werden. Wichtig dabei zu wissen ist, dass das Brett immer der Oberkörperdrehung folgt, was bedeutet, dass man die Schultern immer in die gewünschte Kurve dreht um so quasi in die Kurve einzutauchen – Hüfte und Co. werden automatisch folgen.
Um beim Carven nun auch Geschwindigkeit abzubauen muss man in den engen Kurven am sogenannten „Grip-Limit“ der Rollen ankommen – was sich durch ein leichtes Wegrutschen bemerkbar macht.


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