Longboard Tricks

Das Cruisen wird vielen Ridern (Longboardern) oft schnell zu langweilig, weshalb sie ihre Technik verbessern und neue Tricks auf dem Longboard lernen wollen. Es gibt viele verschiedene Longboard Tricks in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, die sich für Anfänger, bis hin zu Profis eignen.

Tricks auf dem Longboard

Inhaltsverzeichnis

Longboard Tricks Tutorial
Longboard Tricks Tutorial – Slides / Freeride

Der richtige Zeitpunkt, um Longboard Tricks zu lernen

Um Verletzungen zu vermeiden, sollte man die wesentlichen Grundfahrkenntnisse gut beherrschen. Hierzu zählt die richtige Fahrtechnik, das Bremsen (auch bei schneller Geschwindigkeit) und das Ausweichen von Hindernissen. Erst wenn man diese Voraussetzungen sicher beherrscht, kann man sich an die coolen Longboard Tricks heranwagen.

 

Welches Longboard eignet sich für Tricks?

Es ist sehr wichtig, sich nach einem geeigneten Longboard für Tricks und fürs Fahren auf Halfpipes umzusehen. Viele Longboards sind hierfür nicht flexibel genug und daher ungeeignet.
Für den Trampolin-Effekt und der Dämpfung bei Longboard Tricks benötigt man Decks mit mittlerem bis starkem Flex. Ein starkes Concave ist beim Longboard dagegen nicht nötig, da dieses die Bewegungsfreiheit der Füße nur einschränkt.
Sehr wichtig bei dem passenden Longboard sind Nose und Tail, welche den benötigten Hebel für Tricks bieten.

Das Griptape sollte zum Sliden sehr grob sein, da man bei diesem einen guten Halt auf dem Brett hat. Beim Dancen empfiehlt sich im Mittelbereich des Longboards das Standard-Griptape zu nutzen und an der Nose und dem Tail ein Gröberes.

Als Rollen eignen sich Freeride- und Slide-Rollen, welche sehr gute Slide-Eigenschaften besitzen. Oft benutzt man Rollen mit abgerundeten Lips, da sich diese sehr gut für Slides anbieten. Wenn es ums Sliden geht ist auch ein Sideset- oder Centerset-Kern sehr beliebt. Rollen mit solch einem Kern lassen sich meist sehr leicht in einen Slide bringen. Allerdings werden Sideset-Rollen sehr schnell durch das Sliden abgenutzt. Centerset-Rollen hingegen nutzen sich kaum ab. Eine geeignete Stärke der Rollen ist 78 bis 86 A.

Die passende Ausstattung für Longboard Tricks

Neben dem passenden Longboard, ist es auch sehr wichtig, die richtige Ausstattung zu tragen. So kann man Verletzungen verhindern, wenn ein Trick mal nicht so läuft wie geplant. Bevor man also Longboard Tricks lernt, sollte man seine Ausrüstung checken und ggf. erneuern bzw. eine passende Ausrüstung kaufen.

Empfohlene Schutzausrüstung:

  • Ein Helm, der bei einem Sturz auf den Kopf vor Verletzungen schützt
  • Ein Rückenprotektor, für Stunts auf der Halfpipe
  • Knie-, Ellen- und Handgelenkschoner, die Verletzungen vermeiden

 

Typische Anfängerfehler bei Longboard Tricks

Nicht jeder Trick funktioniert sofort, deshalb sollte man Geduld haben und am Ball bleiben. Vor allem für Anfänger ist es oftmals besonders schwer neue Tricks auszuführen. Doch mit ein wenig Übung und der richtigen Technik, schafft auch ein Neueinsteiger coole Tricks auf dem Longboard.

Dies sind die häufigsten Fehler, die Anfänger machen:

  • falsche Geschwindigkeit
  • unzureichendes Balancegefühl
  • ängstlich und zögerlich Fahren
  • falsche Körperhaltung (unpassenden Neigungswinkel des Oberkörpers)

Diese Fehler passieren den meisten Anfängern. Doch nach einer gewissen Zeit hat man ein besseres Gefühl für das alles und fühlt sich auch wohler und sicherer, bei dem was man tut.

 

Longboard Tricks Tutorial

Nun – nachdem man das passende Board und die passende Ausrüstung besitzt und diverse Grundtechniken beherrscht – kann man sich endlich an die ersten, einfachen Longboard Tricks heranwagen.

Longboard Tricks Tutorial – Dancing

Trick 1: Der Manual/der Nose Manual (Anfänger)

Dieser Trick ist einer der bekanntesten und beliebtesten Longboard Tricks. Hierbei versucht man so lange wie möglich auf den zwei hinteren Rädern zu fahren. Beim Manual ist es meist sehr schwer das Gleichgewicht zu halten, doch mit genug Training schafft man das. Für diesen Longboard Trick, benötigt man ein gewisse Geschwindigkeit – je höher diese ist, desto leichter kann man den Trick anwenden.

Ebenso ist es wichtig sich quer zur Fahrtrichtung schulterbreit auf das Longboard zu stellen, sodass der hintere Fuß nah an der Achse steht. Für eine bessere Balance, kann man seine Arme ausstrecken. Man stellt sich ein wenig in die Knie und geht langsam mit der Hüfte in Richtung des hinteren Fußes, wodurch der vordere Fuß entlastet wird. Dies macht man, bis sich die vordere Achse anhebt. In diesem Fall kann man versuchen sich mit der Hüfte auszubalancieren.

Neben dem Manual gibt es auch noch den Nose Manual. Dieser Longboard Trick ist eigentlich der Gleiche, nur, dass man auf den zwei Vorderrädern fährt und nicht auf den Hinteren.


Trick 2: Der Pivot (Anfänger)

Der Pivot ist ein sehr cooler und beliebter Longboard Trick. Hierbei handelt es sich um eine 180° Drehung des Longboards und des Körpers zur selben Zeit.
Anfangs stellt man sich quer zur Fahrtrichtung ca. eineinhalb Schultern breit aufs Longboard, wobei der vordere Fuß auf der Nose steht. Als nächstes verlagert man sein Gewicht von der Mitte des Longboards zur vorderen Achse, sodass sich die hintere Achse etwas anhebt. Dann wird eine Drehbewegung mit dem Oberkörper ausgeführt, wobei die Schulter führt. Hierbei dreht sich das Longboard und die untere Körperhälfte automatisch mit.
Ein kleiner Trick hierbei ist es, seinen hinteren Arm in die Richtung zu schwingen, in die man sich drehen will. Während man in der Luft ist, versucht man bereits sich in die Richtung zu lehnen, in welcher das Longboard landet.


Trick 3: Peter Pan (Anfänger)

Ziel des Peter Pans ist es, während des Fahrens mit gekreuzten Füßen über das Brett zu laufen. Anfangs steht man quer zu Fahrtrichtung auf dem Longboard und stellt dann den hinteren Fuß weiter nach hinten, sodass er kurz vor den Hinterrädern steht. Anschließend zieht man den vorderen Fuß nach und stellt diesen parallel zu rechten Kante hin. Dann lehnt man sich auf die rechte Kante und zieht den hinteren Fuß nach vorne, kreuzt ihn über das andere Bein und stellt ihn neben dem Fuß ab. Das selbe macht man jetzt noch einmal auf der anderen Seite. Man lehnt sich auf die linke Seite, zieht den linken Fuß vor, kreuzt ihn über das andere Bein und stellte ihn rechts neben dem rechten Fuß ab. Dies wiederholt man immer wieder. Wenn man den Trick beenden will, stellt man beide Füße wieder quer aufs Longboard und geht in die Knie.


Trick 4: Der Cross Step (Anfänger)

So wie auch beim Longboard Trick Peter Pan steht man zuerst quer zur Fahrtrichtung auf dem Brett und stellt den hinteren Fuß während des Fahrens weiter nach hinten, sodass er kurz vor den Hinterrädern steht. Den vorderen Fuß zieht man nach und stellt ihn in einem 45° Winkel neben den hinteren Fuß. Dann stellt man den hinteren Fuß gekreuzt (ebenfalls im 45° Winkel) vor den anderen. Dabei belastet man die hintere Kante und gleicht dies mit dem linken (hinteren) Fuß aus, indem man diesen vorne quer aufs Board stellt. Anschließend wird auch der andere Fuß wieder hinten quer aufs Brett gestellt, sodass man sicher weiter fahren kann.


Trick 5: Der Windmill (Anfänger)

Der Windmill ist ein Longboard Trick, bei dem sich der Longboarder um 360° auf dem Board dreht.
Anfangs steht man schulterbreit auf dem Longboard. Dann verlagert man sein Gewicht auf den hinteren Fuß und setzt anschließend den vorderen Fuß in einem 90° Winkel mit der Ferse an die Fußspitze des andere Fußes, sodass er an der rechten Kante steht. Danach zieht man den hinteren Fuß vor und setzt diesen mit der Ferse an die Fußspitze des anderen Fußes. Hierbei lenkt das Longboard leicht ein, weshalb man eine kleine Kurve fährt. Dann wiederholt man nochmal die Schritte entgegen der Fahrtrichtung. Man setzt den hinteren Fuß in einem 90° Winkel mit der Ferse an die Spitze des vorderen Fußes. Währenddessen richtet man den Blick nach hinten. Anschließend setzt man den vorderen Fuß gegen die Fahrtrichtung über. Bei diesem Schritt hilft es locker in den Knien zu stehen.


Trick 6: Der Shuvit (Fortgeschrittene)

Der Shuvit ist eine Steigerung des Longboard Trick Pivots und baut auf diesen auch auf. Zu Beginn stellt man sich quer zur Fahrtrichtung eineinhalb Schultern breit vorne auf das Board, sodass der vordere Fuß auf der Nose und der hintere Fuß mittig auf dem Brett steht. Man verlagert sein Gewicht auf die vordere Achse und führt die Drehbewegung mit dem Oberkörper aus. Der Unterschied zum Pivot ist, dass die hintere Schulter nicht führt. Man dreht das Brett, bis die Schulter blockiert und man sich nicht weiter drehen kann. Dies ist bei ca. 90° der Fall. Hierbei bekommt das Brett einen leichten Kick und dreht sich so weiter. Währenddessen muss man mit dem vorderen Fuß abspringen und ihn hinten aufs Brett stellen, sodass man sicher weiter fahren kann.


Trick 7: Der G-Turn (Fortgeschrittene)

Dieser Longboard Trick ist etwas schwieriger, weshalb er sich gut für Fortgeschrittene eignet. Die Grundlage für den G-Turn ist der Manual, sowie der Pivot. Beim G-Turn dreht man sich mit Longboard und Körper gleichzeitig um 360°, wobei man auf den zwei Hinterrädern fährt. So wie auch beim Manual stellt man sich zunächst quer zur Fahrtrichtung eineinhalb Schulter breit hinten auf das Longboard. Hierbei hilft es den hinteren Fuß ein wenig schräg auf das Board zu stellen. Dadurch ist der Oberkörper mehr in die Drehrichtung geneigt und das Gleichgewicht lässt sich besser ausbalancieren. Dann wendet man dem Manual an und lehnt sich dabei langsam nach hinten, sodass die vordere Achse einlenkt. So fährt das Longboard im Manual eine leichte Kurve. Sobald man den 180° Punkt erreicht hat, wie beim Pivot, lehnt man sich ein klein wenig nach vorne, wodurch das Brett von ganz alleine die restliche Drehung macht.


Trick 8: Der Early Grab (Fortgeschrittene)

Bei diesem Longboard Trick macht man mit dem Board einen kleinen Sprung, wodurch man auf Bordsteine und über Kanten springen kann. Ein Longboard mit Flex ist hier hilfreich.
Anfangs stellt man sich quer zur Fahrtrichtung, eineinhalb Schultern breit, mittig auf das Longboard und geht während des Fahrens tief in die Knie, um das Longboard zu greifen. Dann drückt man es mit der Hand nach unten und versucht, wie bei einem Trampolin, mit Schwung zusammen mit dem Board hoch zu springen. Dabei lässt man das Brett nicht los. Um sich bei der Landung nicht zu verletzen, sollte man mit dem Körper etwas mit wippen.


Trick 10: Der Tiger Claw (Fortgeschrittene)

Der Tiger Claw ist ein schwieriger Longboard Trick, welcher sich für Fortgeschrittene eignet. Zunächst steht der hintere Fuß auf dem Tail und der Vordere mittig auf dem Board. Dann stellt man den vorderen Fuß neben das Brett und tritt anschließend mit dem hinteren Fuß aufs Tail, sodass die Vorderachse des Longboards hoch fliegt und man es mit der Hand greifen kann. Danach schwingt man das Brett um 180° zur Seite und lässt es dann los. Sobald es auf dem Boden aufkommt springt man schnell darauf und kann einfach weiter fahren.


Trick 11: Der Kick Shuvit (Fortgeschrittene)

Bei dem Trick „Kick Shuvit“ steht man etwa schulterbreit, mit dem vorderen Fuß auf der Nose des Longboards, die Fußspitze nach vorne zeigend. Während man langsam fährt, nimmt man den hinteren Fuß vom Brett und führt diesen unter die Kante des Longboards. Anschließend gibt man dem Board mit dem Fuß einen leichten Kick nach vorne und springt gleichzeitig mit dem vorderen Fuß ab. Das Longboard dreht sich nun um 180°.


Longboard Tricks Tutorial – Slides / Freeride

Trick 1: Der Toeside Handdown Slide (Anfänger)

Der Toeside Handdown 180° Slide ist der einfachste Slide von allen und eignet sich daher sehr gut für Anfänger.
Hierbei geht es darum, sich in einer Kurve nach vorne zu beugen und sich mit den Händen auf den Boden abzustützen. Während man (bei einer Linkskurve) mit dem linken Fuß das Longboard nach hinten drückt, wodurch das Board eine 180° Drehung erreicht. Danach stellt man sich wieder gerade hin und kann normal weiter fahren.


Trick 2: Der Toeside Pendy Slide (Anfänger)

Zunächst steht man quer zur Fahrtrichtung mittig auf dem Brett, sodass die Fußspitzen etwas über die vordere Kante ragen. Dann fährt man einen Setup Carve, also eine Kurve mit der man einen Slide einleitet. Anschließend geht man in die Knie, beugt sich mit dem Oberkörper nach vorne und legt seine Hände dicht am Körper auf den Boden. Man verlagert sein Gewicht hierbei auf die vordere Brettkante und die Hände. Als nächstes kann man durch eine leichte Streckbewegung des Körpers das Longboard über mehr als 90° herausdrücken (zum Ausbrechen bringen). Wichtig dabei ist, dass der Kopf immer in die Richtung blickt, in der man fahren möchte.

Um den Slide zu beenden, dreht man seine vordere Schulter zurück in die Fahrtrichtung und zieht den hinteren Fuß in die Fahrtlinie. So kann man sein Gewicht langsam wieder zurück aufs Brett verlagern.


Trick 3: Der 180 Grad Coleman Slide (Anfänger)

Bei diesem Longboard Trick ist es das Ziel, Geschwindigkeit aufzubauen und cool um Kurven zu sliden.
Hat man erst mal eine moderate Geschwindigkeit erreicht, geht man in die Hocke und greift dabei sein Board vorn/ mittig. Nun lehnt man sich leicht nach hinten zurück, legt die Hand auf den Boden und verlagert sein Gewicht darauf, was unweigerlich eine enge Kurve und somit den Slide einleitet. Nun geht es nur noch darum, die Kontrolle über das Board zu behalten. Nach der 180 Grad Drehung muss das Gewicht wieder zurück aufs Brett verlagert werden, wodurch ein Aufrichten wieder ermöglicht wird.


Trick 4: Der Grabbed Toeside Speedcheck (Anfänger)

Zu Beginn fährt man einen sehr tiefen Setup Carve, geht dabei in die Knie (mit dem Gewicht auf dem Vorderfuß. Während die vordere Hand das Brett vorne greift (nahe am Vorderfuß), legt man die hintere Hand als Stützhand – etwa eine Unterarmlänge vor der Vorderachse – auf den Boden. Nun beginnt man sein Gewicht auf die Stützhand zu verlagern, wodurch sich der Körper nach vorne streckt.
Da das Longboard nun weniger belastet ist, kann man es leicht durch den hinteren Fuß zum Sliden bringen (durch Bein ausstrecken). Um es auch wieder einfangen zu können ist es Wichtig, dass man das Board nur kurz ausbrechen lässt und es dabei nur bis max. 90 Grad zur Fahrtrichtung dreht.
Zum Einfangen muss das Gewicht von der Stützhand wieder zum Brett verlagert werden, was durch einziehen der Beine und durch wegdrücken des Oberkörpers durch die Stützhand erreicht wird. Sowie sich das Hauptgewicht wieder über dem Brett befindet, kann man beginnen sich wieder aufzurichten.


Trick 5: Der Heelside Pendy Slide (Anfänger)

Beim Heelside Pendy Slide geht es darum, gezielt Geschwindigkeit (z.B. vor Kurven) abzubauen.
Anfangs fährt man wieder einen Setup Carve (eine kleine Kurve in die entgegengesetzte Richtung, in die man sliden will). Dann lehnt man sich etwas in die Kurve und dreht seine Schulter in die Fahrtrichtung. Gleichzeitig geht man in die Knie und verlagert sein Gewicht leicht nach vorne, wobei der hintere Fuß etwas abknickt. Dennoch sollte man versuchen weiterhin Spannung in diesem zu haben. Danach legt man die hintere Hand auf den Boden und hält mit der vorderen Hand das Brett. Nun schiebt man das Board mit dem hinteren Fuß etwas heraus, damit es in den Slide kommt. Mit dem Fuß kann man anschließend das Board in einer über 90° Richtung bringen.

Um den Heelside Pendy Slide zu beenden, dreht man seinen Oberkörper wieder zurück in die Fahrtrichtung und führt das Brett so in die passende Richtung. Wenn der Körper wieder auf dem Brett ist, hört dieses auf zu sliden. Sobald man genug Gleichgewicht hat, kann man seine Hand vom Boden nehmen und um die Kurve fahren.


Trick 8: Der Heelside Speedcheck (Fortgeschrittene)

Der Heelside Speedcheck wird genutzt, um das Board vor Kurven passend abzubremsen. Man leitet den Longboard Trick ein, indem man zuerst einen kleinen Setup Carve fährt. Danach geht man in die Knie und legt die Hand auf den Boden – ungefähr auf Hüfthöhe. Die dadurch bedingte Gewichtsverlagerung auf die Vorderseite des Boards, bewirkt dass sich das Tail leicht heraus katapultieren (ausbrechen) lässt.

Beim Sliden sollte darauf geachtet werden, dass man das Brett nur kurz ausbrechen lässt und nicht über die 90° kommt. Nun kann man mit der freien Hand die Richtung des Slides bestimmen. Dies tut man, indem man sie in die Richtung streckt, in welche man sliden möchte.
Um den Slide zu beenden, führt man den freien Arm nach hinten, die andere Hand auf der Straße nach vorn, wodurch sich die Nose wieder nach vorne schiebt.


Trick 9: Der Toeside Speedcheck (Fortgeschrittene)

Der Toeside-Speedcheck stellt die fortgeschrittene Version des Grabbed-Toeside-Speedcheck dar (ohne die unterstützende Hand am Brett).
Anfangs fährt man einen Heelside Carve und geht dabei in die Knie. Im Anschluss fährt man eine Toeside-Kurve, wobei man das Gewicht auf den vorderen Fuß verlagert. Man fährt die Kurve so lange, bis man merkt, dass die Rollen ans Grip-Limit kommen. Wenn dies geschieht, legt man die hintere Hand (etwa auf Höhe der Vorderachse) auf den Boden und verlagert einen Teil des Körpergewichts auf diese. Anschließend drückt man das Board mit dem hinteren Fuß etwas heraus. Das Longboard sollte dabei nicht weiter als 90° ausbrechen. Um den Slide zu beenden, entlastet man den hinteren Fuß und drückt das Board so weniger heraus. Gleichzeitig dreht man die hintere Schulter wieder nach vorne und führt das Gewicht wieder zurück aufs Brett.


Trick 10: Der Toeside Stand-up 180° (Profi)

Bei diesem Longboard Trick steht man zunächst mit den Füßen nah an den Achsen, sodass die Zehen über die vordere Kante ragen. Man fährt eine enge Toeside-Kurve, wobei man dabei etwas in die Knie geht und mit den Zehen auf die vordere Kante drückt. Gleichzeitig streckt man den Oberkörper und die Arme nach oben, wodurch man das Rutschen unterstützt. Dabei sollte man versuchen die Schulter weiterhin parallel zum Longboard zu halten. Sobald die 90° Drehung geschafft ist, dreht man den Oberkörper um ca. 180° in die Drehrichtung. So schafft das Board die restliche 90° Drehung von alleine.


Trick 11: Der Heelside Stand-up 180° (Profi)

Beim Heelside Stand-up 180° bringt man das Longboard zum Sliden, sodass es sich um 180° dreht.
Zu Beginn stellt man die Füße in einem 90° Winkel zur Fahrtrichtung nah an die Achsen, sodass die Fersen etwas über die Kante ragen (dadurch lässt sich das Board besser herumzuziehen).
Wenn man die richtige Position der Füße gefunden hat, fährt man eine sehr enge Kurve, in die entgegengesetzte Richtung des Slides. Diese Kurve sollte man in einer etwas höheren Geschwindigkeit fahren. Dann verlagert man sein Gewicht auf den vorderen Fuß, schwingt die Schultern herum, wodurch die Beine und somit das Board mitgehen (Wichtig: Schultern dabei immer über dem Brett lassen).


Trick 12: Der Heelside Stand-up Speedcheck (Profi)

Beim Heelside Stand-up Speedcheck steht man zunächst schulterbreit auf dem Longboard, sodass die Füße recht nah an den Achsen stehen und die Fersen ein wenig über die hintere Kante ragen. Nun fährt man eine enge Kurve, geht dabei in die Knie, verlagert das Gewicht auf den vorderen Fuß und dreht seine Schultern rein – das Brett wird somit nachgezogen (Vorsicht nicht zu sehr – unter 90° – sonst endet es mit einer 180 Grad Drehung).

Wenn man den Slide beenden will, dreht man einfach die Schultern zurück (hintere nach vorn), wodurch das Longboard wider mit gedreht wird.


Trick 13: Der Toeside Stand-up Speedcheck (Profi)

Bei diesem Longboard Trick fährt man aus einem Carf in einem engen Toeside-Turn. Dabei verlagert man sein gesamtes Gewicht auf den vorderen Fuß, wodurch das Board hinten zum Ausbrechen neigt. Mit dem hinteren Fuß kann man das Brett entsprechend nachschieben.
Beim Toeside Stand-up Speedcheck ist es sehr schwer das Gleichgewicht zu halten. Hier ist es eine Hilfe, den Oberkörper beim Slide rein und die Brust in die Fahrtrichtung zu drehen.

Um den Slide zu beenden, dreht man den Oberkörper einfach wieder zurück in die Fahrtrichtung, wodurch auch das Gewicht vom vorderen Fuß genommen wird und so das Board folgt.


Trick 14: Der Powerslide Shuvit (Profi)

Der Powerslide Shuvit ist einer der schwierigsten Longboard Tricks. Man sollte sich erst an diesen Trick heranwagen, wenn man absolut sicher auf dem Longboard ist und auch die volle Kontrolle darüber hat.
Zunächst steht man mit den Füßen nah an den Achsen auf dem Board, sodass die Fersen etwas über das Brett ragen. Dann fährt man eine Heelside-Kurve und drückt dabei das Brett mit dem hinteren Fuß nach außen. Sobald man 60° bis 70° erreicht hat, tritt man das Longboard mit beiden Fersen weg. Im Anschluss springt man mit dem vorderen Fuß ab und hat so beide Füße in der Luft. Wenn das Brett wieder gerade zu Fahrtlinie steht, springt man mit beiden Füßen darauf und kann sicher weiter fahren.


Trick 15: Der Stalefish Heelside Speedcheck (Profi)

Um den Stalefish Heelside Speedcheck auszuführen, sollte man den normalen Speedcheck bereits beherrschen.
Anfangs steht man mit beiden Füßen nah an den Achsen, sodass die Fersen etwas über die hintere Kante ragen. Man geht in die Knie und greift das Board mit der hinteren Hand – ungefähr vor dem hinteren Fuß. Dann fährt man eine Heelside-Kurve und belastet dabei den vorderen Fuß. Gleichzeitig drückt man das Board mit dem hinteren Fuß und der hinteren Hand etwa 45° nach außen.
Um den Slide zu beenden, belastet man den vorderen Fuß und zieht das Brett mit der hinteren Hand wieder zurück.