Longboard Kugellager

Obwohl Longboard Kugellager zu den kleinsten Teilen deines Bretts zählen, sind sie dennoch ein sehr wichtiger Bestandteil eines jeden guten Setups. Sie bestimmen maßgeblich darüber, ob du mit deinem Longboard geschmeidig dahin gleiten oder, überspitzt gesagt, eher holprig unterwegs sein wirst. Kurzum: Sie nehmen Einfluss auf die Fahrperformance, so dass du smooth unterwegs sein kannst.

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Alles was du über Longboard Kugellager wissen musst

Die Kugellager eines Longboards (auch Bearings genannt) befinden sich hierbei an den Achsen einer Rolle. Dabei ist jede Longboard Rolle mit zwei Lagern bestückt, macht also acht Bearings pro Board. Somit wird gewährleistet, dass sich die Räder mit möglichst geringem Widerstand drehen.

Zusätzlicher Lager-Schutz

Spacer

Um das Zusammendrücken zweier Kugellager und somit eine Beschädigung des Rollenkerns zu vermeiden, solltest du dir unbedingt zusätzlich sogenannte Spacer (Abstandhalter) besorgen. Diese halten auch bei hohen Belastungen die Lager auf Position und verhindern zugleich, dass sie beim Rollen Festschrauben gequetscht werden.
Tipp: Kugellager gibt es auch mit integriertem Spacer, so bieten sie von Haus aus optimalen Schutz gegen Eindrücken.

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Shields

Ebenso gibt es offene und geschlossene Kugellager. Die geschlossenen Ausführungen verfügen hierbei über seitliche Schutzabdeckungen, die sogenannten Shields, welche die Kugeln vor Verschmutzungen schützen.
Shields bestehen meist aus Kunststoff oder Metall. Die Kunststoff-Versionen dichten hierbei besser ab, verschleißen jedoch auch schneller aufgrund der erhöhten Reibung – was im übrigen auch dein Board langsamer werden lässt. Dagegen halten Shields aus Metall wesentlich länger, da diese nicht so sehr schleifen, was dein Board letztendlich auch weniger abbremst. Allerdings dichten sie auch nicht ganz so gut ab wie die aus Kunstsoff, wodurch der Pflegeaufwand hier etwas höher liegt.

Während offene Bearings über gar keine Shields verfügen, hat man bei den geschlossen Ausführungen die Wahl zwischen beidseitig- oder einseitig geschlossenen (halb-offene) Lagern.

Kennzeichnungen der verschiedenen Ausführungen:

  • Z – einseitiger Schutz
  • ZZ – beidseitiger Schutz
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Zusammenfassend lässt sich also sagen: Shields bieten deinen Lagern hohen Schutz gegen Verschmutzungen, was sie langlebiger und weniger pflegeintensiv macht, bremsen im Gegenzug jedoch dein Board etwas ab und auch das Reinigen und schmieren wird durch die Schutzabdeckungen erschwert.

Leichter Wechsel

Ein Wechsel der Longboard Kugellager gestaltet sich hier relativ einfach und kann somit leicht selbst durchgeführt werden. Rollen abschrauben, alte Lager entfernen und die neuen mit den Daumen in die Rolle stecken. Bei letzterem solltest du gänzlich auf Werkzeug verzichten, um Beschädigungen zu vermeiden.

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Auf den Durchmesser der Achsstifte achten

Die meisten Achsstifte bei Longboards besitzen einen Durchmesser von 8 mm. Es gibt sie aber durchaus auch mit 10 mm. Für diesen Durchmesser müssen natürlich Bearings und ggf. Spacer entsprechend ausgelegt sein.

Longboard Kugellager welches Material?

In der Regel bestehen Bearings aus Stahl (z.B. Karbon-, Chrome-, Titanium- ,Swiss Stahl) oder aus Keramik.

Die am meist verbreitetsten sind hierbei die Lager aus Stahl (bilden den Standard), was vor allem ihrem günstigen Preis geschuldet ist. Im allgemeinen sind Kugellager aus Stahl, bei entsprechender Qualität und richtiger Pflege, sehr langlebig und für Einsteiger oder Gelegenheitsfahrer bestimmt auch nicht die verkehrte Wahl. Achte jedoch darauf, dass sie aus rostfreiem Stahl bestehen, so dass du auch auf nasser Straße bedenkenlos fahren kannst. Nachteilig zu erwähnen wäre hier noch, dass sich Kugellager aus Stahl unter Umständen (bei hoher Belastung und schlechter Qualität) so stark erhitzen können, dass es zu einer Verformungen kommen kann.

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Soll es also richtig zur Sache gehen, sollten jedoch Keramik-Kugellager deine erste Wahl sein. Sie sind nicht nur hitzebeständiger, langlebiger und pflegeleichter, sondern auch wesentlich unempfindlicher gegenüber Nässe. Darüber hinaus sind sie zudem leichter und verursachen weniger Reibung, was letztendlich weniger Abrieb bedeutet.
Im Allgemeinen lässt sich also sagen: Wenn du viel Wert auf Speed und Beschleunigung legst (z.B. Downhill), kommst du um diese Bearings nicht drumherum.
Allerdings werden die hochwertigeren Longboard Kugellager aus Keramik auch entsprechend teuer gehandelt – Qualität hat halt nun mal seinen Preis.

Weniger ist mehr

Ein Standard-Lager besitzt in der Regel 7 Kugeln. Es gibt aber auch Modelle, die mit nur 6 Kugeln ausgestattet sind. Dementsprechend größer fallen dort dann die Kugeln aus, was dir letztendlich ein Plus an Stabilität (Laufruhe), höhere Lebensdauer (durch weniger Reibung/Abrieb) und auch mehr Speed einbringt.

Was bedeutet ABEC ?

Diverse Longboard Kugellager verfügen über eine sogenannte ABEC-Nummer (Annular Bearing Engineering Committee). Dies wiederum ist ein Wert, der die Genauigkeit bei der Produktion des Lagers angibt. Hier gilt: Je höher die Zahl, desto genauer wurden die Kugeln gefertigt bzw. desto geringer ist hier die Fertigungstoleranz.

Nun solltest du allerdings nicht dem Irrglauben verfallen, dass die ABEC-Nummer etwas über die Qualität deines Lager aussagt. Dieser Wert gibt dir lediglich Auskunft über die Qualität des Fertigungsprozesses. Somit könnten Bearings aus minderwertigem Material ebenso einen hohen Wert erreichen. Von daher solltest du dieser Skala also nicht allzu viel Beachtung schenken bzw. nicht allzu sehr in deine Kaufentscheidung mit einfließen lassen.

Auf die Lage der Bearings (Hub) kommt es an

Auch die Position der Kugellager in den Longboard Rollen (Hub genannt) beeinflusst das Fahrverhalten deines Boards.
Grundsätzlich unterscheidet man hier zwischen drei Hubs (Rollenkerne):

Center-Set:

Kern bzw. Lager sitzen hier mittig in der Rolle, was zu einer gleichmäßigen Gewichtsverteilung und gleichmäßiger Abnutzung der Wheels führt.

Side-Set:

Lager sitzen am äußeren Rand der Rolle. Dies begünstigt entsprechend das Sliden, jedoch werden hier die Rollen konisch abgenutzt.

Off-Set:

Lager sitzen hier zwischen der Center-Set und Side-Set Variante, was schließlich einen Kompromiss aus beiden ergibt.

Longboard Kugellager – die richtige Pflege

Das A und O für eine lange Lebensdauer von Longboard Kugellager liegt in deren regelmäßiger Pflege und Reinigung. Hier trifft der alte Spruch: „Wer gut schmiert, der gut fährt“ nur allzu treffend zu.
Nässe, Sand und Staub vertragen Bearings überhaupt nicht gut. Von daher musst du sie regelmäßig säubern aber vor allem ausreichend ölen, fetten und schmieren. Somit bleiben deine Lager schön geschmeidig, da Reibungen und somit Abnutzungen auf ein Minimum reduziert werden.
Info: Kugellager aus Keramik sind hier deutlich pflegeleichter, was sie u.a. ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Wasser zu verdanken haben.

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Fazit

Longboard Kugellager sind ein sehr wichtiger Bestandteil deines Boards, denn ohne sie können sich deine Wheels nicht drehen. Ihr nicht unerheblicher Einfluss auf die Fahrperformance bestimmt auch über deinen Spaß am Fahren, wodurch du auch hier unbedingt auf Qualität achten solltest.
Regelmäßiges Reinigen und Schmieren ist bei Bearings generell Pflicht, insofern du möglichst lange mit ihnen unterwegs sein möchtest.

 

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Letzte Aktualisierung am 6.02.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API