Pintail Longboard

Das sogenannte Pintail Longboard zählt als absoluter Klassiker unter den Longboard Shapes, da es bereits seit der Erfindung des Sports dabei ist.

 

Was ist ein Pintail Longboard?

Die Bezeichnung Pintail bezieht sich hierbei auf die Deckform des Boards, welche am Ende – also zum Tail hin – spitz auf einen „Pin Point“ zuläuft. Somit besitzt das Brett einen nahezu tropfenförmigen Umriss, was eine harmonische Linienführung darstellt und stark an ein stromlinienförmiges Surfbrett erinnert.
Nicht selten besteht so ein Pintail-Deck lediglich aus Ahorn- oder Bambusschichten, bei denen man bewusst auf diverse Verstärkungen aus Glasfasern verzichtete – ein Tribut an vergangene Zeiten.

Pintail Longboard – das ideale Einsteigerboard

Gerade für Einsteiger und Anfänger ist das Pintail Longboard besonders geeignet. Sein breites Deck bietet dem Fahrer besonders viel Stabilität (bedingt durch den langen Radstand) und somit Sicherheit. Auch die Tatsache, dass Pintails eher zu den längeren Boards gehören und durch ihre Bauart reichlich Platz für den vorderen Fuß bieten, kommt Einsteigern doch sehr entgegen. Selbst die ersten Dancing Schritte können auf dem Deck sehr gut vorgenommen werden.
Bedingt durch die Grundform besitzen gerade die hinteren Wheels jede Menge Freiraum, wodurch Whellbites (Kontakt zwischen Rollen und Brett) sehr unwahrscheinlich sind.

Aber auch der Kostenfaktor macht das Pintail Longboard – gerade für Anfänger – so beliebt. Aufgrund des einfachen Aufbaus (ohne großartige Federungen und Konkave) sowie der enormen Produktionsstückzahlen halten sich die Kosten relativ gering – verglichen mit beispielsweise einem Downhill-Modell.

 

Pintail Longboard – Aufbau

Das klassische Pintail ist ein Top Mount Board – was bedeutet, dass hier die Achsen unter dem Deck verschraubt sind. Diese Montage sorgt beim Longboard für einen höheren Schwerpunkt, wodurch es für Kurvenfahrten besonders gut geeignet ist, für Downhills jedoch weniger. Somit wird nun auch klar, dass ein Pintail Longboard eher ein typisches Carving und Cruising Board darstellt.

In der Regel sind bei diesen Boards RKP (Reserve Kingpin) Achsen verbaut, welche die Standard Longboard Achsen schlechthin darstellen. Durch diese Trucks wird ein höherer Lenkwinkel erreicht, was im Endeffekt zu einem unheimlich guten Surf-Feeling führt.

Bei der Rollenauswahl beim Pintail Longboard kommt es – wie bei allen anderen Boards auch – auf die persönlichen Bedürfnissen, bzw. den jeweiligen Einsatzbereich an.
Für Einsteiger empfiehlt es sich jedoch tendenziell auf etwas kleinere, weichere und breitere Rollen zu setzen.

 

Die Vor- und Nachteile eines Pintail Longboards

Fakt ist, dass so ein Pintail Longboard das nahezu perfekte Einsteigerboard darstellt, da es viele positive Eigenschaften mit sich bringt. Jedoch gibt es, wie überall, auch hier eine Kehrseite der Medaille.

Vorteile

  • relativ günstiger Anschaffungspreis
  • perfekt für Einsteiger und Anfänger
  • bietet Stabilität und Sicherheit
  • kaum Gefahr für Wheelbites (selbst ohne Cutouts)
  • breiter Fußraum

Nachteile

  • aufgrund des hohen Schwerpunkts sind sie weniger gut für höhere Geschwindigkeiten geeignet, hier verlieren die Decks schnell an Stabilität
  • außerhalb den Disziplinen Carving und Cruising ist das Potential sehr begrenzt
  • weniger flexibel und wendig als andere Modelle – für Tricks und Slides kaum geeignet
  • durch die typische Form eines Pintail Lonboards ist die Laufrichtung vorbestimmt

 

Fazit
Wie oben schon erwähnt gehört das Pintail Longboard zu den absoluten Klassikern, welches sich besonders gut für die Einstiegsphase eignet. Aber auch alle, die es lieben entspannt zu Cruisen und zu Carven oder Leute, die lediglich von A nach B kommen wollen, können die Trümpfe des Pintail Boards voll ausschöpfen. Ideale Einsatzbereiche bilden hier u.a. Städte mit viel ebenen Strecken und nur leichtem Gefälle. Für alle anderen, die auch mal den ein oder anderen Trick, Slide oder sogar Downhill mit ihrem Board vorhaben, sind vielleicht andere Decks besser geeignet.