Cruiser Longboard

Das sogenannte Cruiser Longboard gehört mit zu den ältesten Longboard Modellen und ist sozusagen die eierlegende Wollmilchsau unter dieser Gattung.

Cruiserboards sind in Sachen Fahreigenschaften und zum Teil auch in der Form ähnlich wie ein Skateboard aufgebaut. Die breiteren Longboard-Achsen, die besseren Rollen und seine Länge verleihen dem Fahrer jedoch mehr Stabilität und lassen somit auch höhere Geschwindigkeiten zu als mit einem vergleichbaren Skateboard. Zudem muss man sich bei einem Longboard nicht ganz so oft abstoßen – vielmehr holt man sich die Energie aus den geschmeidigen Bewegungen bzw. Schwüngen (Carven) um vorwärts zu kommen.

 

Cruiser Longboard – das ideale Brett fürs entspannte fahren

Das Longboarden beherbergt unterschiedliche Fahrtechniken und Stiles. Somit eignet sich auch – je nach Fahrtechnik – ein Longboard mal besser und mal schlechter für eine gewählte Disziplin.
Hat man sich nun entschieden und möchte lediglich mit dem Board angenehm dahin cruisen, dann ist das Cruiser Longboard genau das Richtige für einen. Dieses Brett dient hauptsächlich als Fortbewegungsmittel, um möglichst entspannt von A nach B zu kommen und das auch mal über eine längere Distanz. Dabei stellt es den idealen Begleiter dar – egal ob in der City oder auf dem Land. Fakt ist auch: Das Cruiser Longboard stellt die gemütlichste Version aller Longboard Arten dar und ist allgemein als praktisch und schnell zu definieren.

Zwar lässt sich mit nahezu jedem Longboard cruisen, dennoch bietet ein spezielles Cruiser Longboard ein einmaliges Fahrgefühl, das sich deutlich von dem aller anderen Boards unterscheidet!

 

Der Cruiser im Detail

Longboard Cruiser sind meist zwischen 80 und 120 cm lang und haben eine breite Standfläche, welche für hohe Stabilität sorgt. Sie sind nah verwandt mit den Carving Longboards, die besonders weiche Schwünge ermöglichen. Außerdem werden Cruisingboards unter anderem auch mit dem beliebten klassischen Pintail-Shape verbaut, was gerade Anfängern sehr entgegen kommt. Auch die Gefahr von Wheelbites (Berührung von Brett und Rollen) ist so gut wie nicht vorhanden, da diverse Segmente über den Rollen häufig ausgespart oder erst gar nicht vorhanden sind (Cutouts). Ein solches Deck sitzt in der Regel auch etwas flacher auf der Straße, was wiederum auch wieder für mehr Kontrolle sorgt.

Nicht selten sind Cruiser Longboards auch mit einem Tail und einer Nose ausgestattet, wodurch sich – in einem beschränkten Rahmen – auch Tricks (z.B. Ollies und Airs) ausführen lassen.
Seine Rollen sind dabei meist weich und breit ausgelegt um Vibrationen möglichst gering zu halten und ein Wegrutschen zu vermeiden.

Wie bei den meisten Longboards – außer bei Downhill Modellen – kommen weiche Lenkgummis oder Bushings beim Cruiser zum Einsatz. Diese sorgen dafür, dass das Board eine gute Lenkfähigkeit besitzt.

Die Vor- und Nachteile eines Cruisers

Vorteile:
Cruiser gelten im allgemeinen als sehr flexibel, da man mit ihnen sowohl skaten, als auch längere Strecken bewältigen kann. Ebenso sind mit ihnen – bis zu einem gewissen Grad – schnelle Bergabfahrten möglich (natürlich nicht mit einem speziellen Downhill Longboard zu vergleichen). Dazu kommt noch die Tatsache, dass man mit einem Cruiser Longboard durchaus einige Tricks ausüben kann.

Nachteile:
Der Cruiser ist im Vergleich zu anderen Longboards (in der Regel) nicht ganz so lang. Dieser Umstand macht sich vor allem in der Beschleunigung sowie in der Biegsamkeit des Brettes bemerkbar.

 

Cruiser Longboard kaufen – worauf achten?

Hat man sich für solch ein Cruiser Longboard entschieden, sollte man – wie bei jedem anderen Longboard Kauf – ein paar Dinge beachten:
So sollten zum Beispiel Anfänger bzw. Einsteiger, die noch keinerlei Ahnung von der Materie besitzen, immer auf ein komplettes Board zurückgreifen. Grund dafür ist, dass ihnen schlicht und einfach das nötige Fachwissen fehlt, um einzelne Element so zusammenzustellen, dass sie auch perfekt zueinander passen (Abstimmung). Später lassen sich immer noch Teile austauschen um so das Setup zu verbessern.
Natürlich sollte einem das gewünschte Cruiser Longboard auch optisch gefallen. Jedoch sollte man dabei nie die Qualität aus den Augen verlieren – nicht alles was glänzt ist Gold! Mit einem Billig-Board wird man sehr schnell den Spaß am Longboarden verlieren.

Weitere Tipps:

  • Das richtige Deck wählen (richtige Breite, Länge und Stärke – entsprechend der Körperstatur)
  • auf wendige aber dennoch stabile Achsen achten
  • Rollen sollten etwas breiter und weicher ausfallen
  • auf Qualität setzen und darauf, dass ausreichend Teile zum Auswechseln zur Verfügung stehen

Bei der riesigen Auswahl an Cruiser Longboards, die einem auf dem Markt zur Verfügung stehen, sollte man nicht in Versuchung kommen und an der falschen Stelle sparen. Auch beim Cruisen kann ein minderwertiges Board bereits böse Unfälle verursachen und ist daher nur mit Vorsicht zu genießen.

 

Fazit
Neben Einsteiger greifen vor allem Longboarder, die das besondere Feeling beim entspannten Fahren genießen wollen, zu einem Longboard Cruiser. Hierbei gleicht das Fahren eher einer Hingabe zur Leidenschaft, die u.a. an glanzvolle Zeiten der Route 66 erinnert. Aufs Brett steigen, Kopf ausschalten, Ohren verstöpseln (mit guter Musik) und los geht’s mit dem Cruisen – das Leben kann so schön sein! Welches Brett es letztendlich sein wird, hängt von jedem selbst ab. Es stehen genügend verschiedene Ausführungen zur Auswahl, wodurch wohl jeder sein perfektes Cruiser Longboard findet.