Technische Longboard Bremsen

technische Longboard BremsenGerade Longboard-Anfänger tun sich in Sachen Bremsen oftmals schwer. Darum möchten wir hier auf ein paar technische Lösungen eingehen – also auf echte Bremsen am Longboard.
Diese ermögliche gerade Anfängern Geschwindigkeiten auf recht einfache Weise zu kontrollieren, wodurch deutlich schneller und vor allem sicherer diverse Fortschritte gemacht werden können.

Bremsen-Systeme für Longboards eignen sich hervorragend für all diejenigen, die gern bergab fahren, es aber nicht schaffen wieder anzuhalten.

Weitere Vorteile:

  • keine Wobbles mehr beim Bremsen
  • kein Sohlenverschleiß mehr
  • Verringerung des Rollenverschleiß (Slides)
  • ermöglicht barfuß Longboarden

Eine Auswahl der besten Longboard Bremsen:


Die technischen Longboard Bremsen im Überblick

Brakeboard – Longboard Bremsen an der Achse

Bereits seit über ein Jahrzehnt gibt es nun schon die sogenannte Brakeboard Trucks (Brems-Achsen). Dieses Bremssystem erlaubt es dem Longboarder sowohl kraftvolle und kontrollierbare Stopps, als auch sanfte Geschwindigkeitsregelungen bei steilen Abfahrten vorzunehmen.
Im Allgemeinen handelt es sich bei der Brakeboard Bremse um ein sehr durchdachtes aber auch teures Longboard Bremssystem (ca. 350 Euro das Set). Hierbei wird eine komplett neue Achse verbaut, die eine innenliegende Trommelbremse besitzt. Diese sind für eine Vielzahl von handelsüblichen Longboard-Rollen ausgelegt, bei denen lediglich kleine Abänderungen erforderlich sind. Außerdem besteht Brakeboard aus langlebigen Teilen, dessen Bremsbeläge jederzeit leicht austauschbar sind.
Die Bremse selbst wird über ein Fußpedal auf dem Deck betätigt, wobei die jeweilige Bremsleistung durch das auf das Pedal angewendete Körpergewicht gesteuert wird.

https://www.brakeboard.com/


Pogo Longboard Bremsen

Die sogenannte Pogo-Brake gehört wohl zu den am weitesten verbreiteten technischen Longboard-Bremssystemen.
Bei der Pogo-Bremse handelt es sich um ein recht einfaches aber effektives System, was es auch relativ kostengünstig macht (ca. 90 Euro / Selbstmontage).
Hierfür wird lediglich eine sehr widerstandsfähige Reibungsplatte aus Gummi, die an einem Plastikarm befestigt ist, auf den Asphalt gedrückt. Montiert ist dieser Plastikarm mittig unter dem Deck, was ein einseitiges Bremsen und somit ein zur Seite Ziehen des Boards verhindert. Ausgelöst wird die Bremse durch einen Pin, welcher durch das hintere Teil des Decks führt und somit durch den hinteren Fuß bedient wird. Auch hier wird die Bremskraft durch den jeweiligen Druck dosiert, der auf den Pin ausgeübt wird.
Die Pogo-Brake kann nahezu an jedes beliebige Longboard, welches 8-10 cm Bodenfreiheit aufweist, montiert werden.

https://www.pogo.biz/


Talon Rollen-Bremse

Die Talon-Bremse fürs Longboard setzt auf ein System, das die Rollen direkt abbremst. Hierbei kommt eine speziell dafür entwickelte Achse zum Einsatz, die mittels Fußspin (Pedal) sogenannte Speed Control Pads an die Rollen drückt. Auch hier richtet sich wieder die Bremskraft nach dem Druck, der auf das Fußpedal ausgeübt wird.
Das Talon-Bremssystem übt klar einen gewissen Verschleiß auf die Rollen aus, was jedoch zu keinem Verhältnis zur Slide-Bremse steht. Leider gibt es das System auch noch nicht zum Nachrüsten, sondern kann so nur als Komplett Board erworben werden (ca. 220 Dollar) – was laut Hersteller allerdings nicht so bleiben soll.

http://www.talonskateboards.com/


V-Brake von Skate Safe

Bei der V-Brake handelt es sich um ein recht schlichtes U-förmiges Aluminiumprofil, das mittels einer Schiene und einer Flügelmutter einfach seitlich auf das Brett geschraubt wird. Das an dem Profil verbundene gebogene Gestänge stellt dabei den Fußhebel dar. Bei Betätigung wird die untere Platte auf die Rolle gedrückt (V-Brake bremst nur eine Rolle ab) .
Wichtig zu wissen ist hierbei: Vor dem Kauf muss man sich bereits entscheiden, ob man eher der Regular- oder der Goofyfahrer ist. Da diese entsprechend unterschiedliche Bauformen besitzen.
Die V-Brake ist bereits für 75 Dollar zu haben, dagegen gibt es für rund 174 Dollar die sogenannte Twin V-Brake – hier werden beide Rollen (auf der Achse) abgebremst, was die Bremskraft natürlich entsprechend steigert.

http://www.skatesafeproducts.com/brakes

 

Teile diesen Beitrag

Letzte Aktualisierung am 2024-02-06 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Ähnliche Beiträge

  • Longboard gebraucht kaufen

    Alle, die mit dem Longboarden anfangen möchten, aber das nötige Kleingeld nicht besitzen, können sich auch ein gutes Longboard gebraucht kaufen und hier und da auch ein Schnäppchen schlagen. Hier liegt der große Vorteil klar darin, dass man sich so relativ günstig an den Sport herantasten kann, ohne viel Geld investieren zu müssen. Sagt einem…

  • Longboard selbst gestalten / designen

    Immer mehr Longboarder wollen aus der Masse herausstechen indem sie ihr Longboard selbst gestalten bzw. designen. Zwar bietet der Markt in Sachen Longboards mittlerweile ein großes Spektrum an Formen, Farben sowie coolen Motiven und Designs, doch bei vielen ist der Wunsch nach Individualisierung größer. Man möchte einfach seinen eigenen Stempel aufdrücken und mit einzigartigen Longboard…

  • Longboard quietscht beim Fahren – was tun?

    Du willst losfahren und merkst bereits auf den ersten Metern, dass dein Longboard quietscht!? Dann wird es Zeit zum Handeln. Nicht nur weil ein quietschendes Board unglaublich nervt und ärgerlich ist, tatsächlich kann so etwas auch auf diverse Probleme hindeuten, die dann zu Lasten der Sicherheit gehen würden. Warum quietscht mein Longboard? Gründe warum ein…

  • Das perfekte Longboard für Anfänger

    Wer als Einsteiger das perfekte Longboard für Anfänger sucht, muss sich vorweg erstmal über einiges bewusst sein. Denn es gibt kein klassisches Einsteigerboard – allerdings gibt es Longboards, die Anfängern stark entgegen kommen!   Die Wahl eines Longboards steht und fällt mit dem Stil Alleine durch die schiere Anzahl der Angebote, kann sich die Suche…

  • Longboard Freeride

    Longboard Freeride (auch bekannt unter Freeriding) ist eine sehr angesagte Disziplin beim Longboarden. Doch was genau macht diesen Fahrstil so beliebt? Viele kennen es bereits vom Snowboarden – dieses Gefühl von purer Freiheit wenn man einen Berg hinuntersaust. Beim Freeriding kommt nun noch eine extra Portion Adrenalin hinzu, denn die Abfahrt beinhaltet jede Menge Slides…

  • Long Distance Pumping

    Long Distance Pumping (kurz LDP) ist einer von vielen Longboard Fahrstilen. Hierbei geht es vor allen darum, sehr lange Strecken zu bewältigen und das möglichst ohne mit dem Fuß die Straße zu berühren – z.B. um zu pushen. Somit treibt man beim Long Distance Pumping sein Longboard nur durch reines Pumpen über die komplette Fahrstrecke…